Als Zeichen gegen Plastik in den Meeren und in unserem Alltag war ich heute Teil eines Teams um Jennifer Timrott von Küste gegen Plastik e.V., um im Rahmen des diesjährigen Grenzenløs Daag am Deich zwischen Dagebüll und Galmsbüll angespülten Plastikmüll aufzusammeln.

Fisch und Naschi: Das Meer hält uns den Spiegel vor …

Die ersten Polyesterfäden von Angelnetzen und kleineren Plastikteile fanden wir schon unterwegs auf dem flachen Deichhang – inmitten der weidenden Schafe (!) ….

Wirklich erschreckend wurde es aber in einem Bereich, wo der Deich einen Knick macht und das Meer bei jeder Sturmflut neben großen Mengen an Treibholz und „Treibsel“ (organisches Material aus Algen, kleinen Holzresten usw.) leider auch extrem viel Plastikmüll mit anspült: Unmengen von feinen Polyesterfäden, -knäueln und -netzen, Kabel, einzelne Schuhe (!), Überreste aus Erste-Hilfe-Sets, viele verschiedene kleine und größere Plastik- und Folienteile, aber auch völlig Alltägliches wie Wasserflaschen und „Papierchen“ von Bonbons, Gummibärchen und Riegeln, wie sie wohl (fast) jeder von uns gelegentlich im Supermarkt kauft. – Eine Weile riefen wir uns gegenseitig die Namen der Naschis zu, deren Plastikverpackungen wir fanden … es war ein Spiel, das jedem von uns vor Augen hielt, wie präsent Plastik in unserem Alltag ist.

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Es mag sein, dass solche Aktionen angesichts der Mengen an Müll, die in unseren Meeren herumschwimmen, wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken. Aber: Das Plastik, das wir heute müllsäckeweise weggesammelt haben, wird jedenfalls nicht mit der nächsten Sturmflut wieder ins Meer getragen und Möwen und andere Tiere können sich nicht darin mehr verheddern.

Außerdem ist es wichtig und tut einfach gut, aktiv zu werden. Seinen eigenen kleinen Beitrag zu leisten – ob durch Teilnahme an Aktionen oder einfach bei alltäglichen Entscheidungen wie dem Einkaufen, im Haushalt oder bei der Arbeit.

Plastikverpackungen scannen mit der ReplacePlastic-App

Auch der Austausch war inspirierend: Jennifer machte uns auf die ReplacePlastic-App aufmerksam, mit der jeder die Plastikverpackung seiner Lieblingsprodukte scannen und auf diese Weise den Hersteller auffordern kann, eine umweltfreundlichere Verpackung zu nutzen. Die Menschen hinter der ReplacePlastic-App (zu denen übrigens Jennifer gehört), sammeln diese Kundenfeedbacks und leiten sie monatlich gesammelt an die Unternehmen weiter. Außerdem macht die App auf alternative Produkte aufmerksam, die umweltfreundlicher verpackt sind.

Ökologische Innovation – ein Wettbewerbsvorteil

Jennifer, die in verschiedenen Projekten der Nachhaltigkeit und Wirtschaftsförderung tätig war und ist, teilte ihre Beobachtung, dass das Thema Nachhaltigkeit auch bei den Unternehmen in der Region zunehmend „im Kommen ist“. Dass immer mehr Unternehmen sich Gedanken machen, weil sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch verantwortlich handeln wollen. Dabei sind es oft Startups und engagierte kleinere und mittelständische Unternehmen, die im Vergleich mit ihren oft riesigen Wettbewerben in Sachen ökologischer Innovation die Nase vorn haben, aber auch Trends setzen, die später von „den Großen“ aufgegriffen werden.

Plastikmüll reduzieren ist einfach

Aber auch jeden von uns möchte die Aktion aufrufen, dass wir nicht hilflos wegschauen, sondern uns Gedanken machen, wie wir Plastikmüll in unserem Alltag reduzieren können – zum Beispiel mit Einkauf von losen Artikeln, ob auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt (natürlich mit eigenem Beutel), Mehrweg statt Einweg, Dinge reparieren statt wegwerfen und öfter mal Gemüse anstelle von Fisch oder Fleisch. Viele Menschen sind schon dabei, immer mehr wollen etwas beitragen, und es ist jeder kleine Schritt, der zählt.

 

Und nun noch ein paar Fotos – vielleicht bist Du / sind Sie im nächsten Jahr auch dabei! :-)

Birger mit seinem Großfund

 

Martina von der Wirtschaftsförderung Nordfriesland

Unser fleißiges Team bei der Arbeit (v.l. Birger, Ditte, ich und Martina. In diesem Moment hinter der Kamera: Jennifer)

Ditte und Martina

Plastikmüll aufsammeln vor den Salzwiesen bei Dagebüll

 

Blick in einen unserer Müllsäcke

Das Land Schleswig-Holstein vergibt Zuschüsse an kleinere Unternehmen (bis 20 Mitarbeitern), um Investition in digitale Technologien zu unterstützen. Die wichtigsten Informationen zum Digibonus 1 und 2:

 

Digibonus I

gilt für

  • Ausgaben, die ab dem 1.1.2021 getätigt wurden.
  • Unternehmen, Vereine und Organisationen bis max. 5 Mitarbeiter (Vollzeit, ohne AZuBis) sowie Freiberufler im Haupterwerb mit Sitz in Schleswig-Holstein
  • fördert Investitionen ab 500 Euro mit einmalig maximal 1.000 Euro.

 

Gefördert werden Investitionen in Soft- und Hardware und mit der Investition verbundene Dienstleistungen in (ausschließlich) folgenden Bereichen:

  • Umstellung auf elektronische Belegausgabe bei Kassensystemen,
  • Elektronische Meldescheinsysteme,
  • Elektronische Kontaktnachverfolgungssysteme,
  • Elektronische Bestellaufnahmesysteme,
  • Erstellung Internetauftritt und Onlineshops,
  • Erstellung von Online-Speisekarten.

Weitere Informationen, Antragsformulare und FAQ bei der Förderbank Schleswig-Holstein.

 

Digibonus II

  • gilt für Investitionen ab 10.000 Euro
  • für Unternehmen und Vereine in SH

für folgende Investitionen:

  • Verbesserung der IT-Sicherheit,
  • Verbesserung digitaler Geschäftsmodelle,
  • Digitalisierung von Prozessen, Produkten und Verfahren.

Weitere Informationen, Richtlinie und Antrag bei der Wirtschaftsförderung SH

 

Unternehmen, vor allem größere, investieren oft horrende Summen in Ihr Image, ihre Marke und ihre Wirkung, die sie auf ihre Zielgruppe haben wollen. Hierbei fallen oft Begriffe wie „Transparenz“, „Fairness“ und „Vertrauen“. Ich wundere mich, warum so viele Cookie-Banner eine ganz andere Sprache sprechen.

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